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Was ist Solidarität 4.0?

Der immerzu intensivere und beschleunigte Prozess der Digitalisierung  und Globalisierung stellt unsere Gesellschaft und Politik vor neue und wichtige Herausforderungen. 

Wie wird sich unsere Arbeitswelt und Gesellschaft verändern, wenn Millionen von Jobs durch die effizientere Arbeit von Maschinen ersetzt werden? Was sind die positiven Seiten der Digitalisierung und wie kann man diese verstärken?

Diese Prozesse werden unsere Gesellschaft immens beeinträchtigen. Wir müssen uns fragen, wie sich unser Verständnis von gesellschaftlichem Zusammenhalt verändert hat und in der Zukunft weiter verändern wird – Solidarität 4.0, aber wie?

Wie stellt man sicher, dass sich die Gesellschaft „vorwärts“ und nicht „rückwärts“ entwickelt? Digitalisierung kann die Ungleichheit in der Gesellschaft extrem verstärken, wodurch Ressentiments geschürt und Populismus gestärkt werden. 

Wie muss die Politik mit den neuen Herausforderungen umgehen? 
Es braucht langfristige und innovative Lösungsansätze, die ein positives Zukunftsbild gestaltet und mit den Ängsten der Menschen verantwortungsvoll und transparent umgeht. Themen wie Sicherheit, Gerechtigkeit und Beständigkeit müssen konkret adressiert werden. 

Solidarität mit seinen Mitmenschen, dem Klima und künftigen Generationen ist zentral für eine positive Gestaltung der Digitalisierung. Wir wollen mit Euch darüber diskutieren, wie Solidarität im digitalen Zeitalter aussieht, welche neuen Formen der Solidarität es gibt oder geben sollte, und welche innovativen Lösungsansätze wir generieren können.

Worum geht es bei Solidarität 4.0?

Wer ist eigentlich noch mit wem solidarisch: Die Reichen mit den Reichen und die Armen mit den Armen? Die Alten mit den Alten und die Jungen mit den Jungen? Die Digital Natives untereinander und sonst: alle gegen alle?

Lebens- und Arbeitsverhältnisse haben sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert; nicht zuletzt unter dem Einfluss digitaler Medien. Die Moderne, verstanden als ein Prozess der Individualisierung und gesellschaftlichen Ausdifferenzierung, hat durch die Digitalisierung eine Dynamik entfaltet, die alle bekannten Klassen- oder Schichtenmodelle pulverisierte. Die Gesellschaften der „westlichen Welt“ sind in Milieus und Sub-Milieus fragmentiert; zersplittert in vielfältigste Modelle von Arbeits- und Lebenswelten, von Selbstoptimierungs- und Sinnkonzepten.

Einige scheinen vollständig abgehängt zu sein, andere sind nach wie vor handwerklich oder in der Produktion tätig, dritte gehen ihren 9-2-5-Jobs im Büro nach während die Generation 4.0 längst vom Sofa aus in Projekten arbeitet; vordergründig frei, aber gerade deshalb abhängig vom nächsten Auftrag.

Gleichzeitig geht die Kompromissfähigkeit als ein Grundprinzip demokratischer Entscheidungsfindung in den Echoräumen neuer sozialer Medien ins Hintertreffen. Eine Auseinandersetzung und Diskussion um den Stellenwert von Solidarität innerhalb der demokratischen Grundwerte erscheint uns deshalb dringend erforderlich; auch, weil sie durch populistische Bewegungen zunehmend in Frage gestellt wird. Was also eint die Abgehängten mit den Abhängigen? Was wissen wir in unserer Social-Media-Blase überhaupt noch voneinander? Finde es heraus: auf dem BarCamp Solidarität 4.0.