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Online-Bibliothek

Diese kleine Online-Bibliothek ist in die verschiedenen Themen unterteilt, die bei unserem BarCamp Anfang Januar 2018 in den Sessions besonders herausgestochen sind. Die Bibliothek ist so aufgeteilt, dass Du zu jedem Thema Artikel, Studien und Essays einsehen und so einen Einblick in die Thematik erhalten kannst. In der Bibliothek werden verschiedene Standpunkte und Herausforderungen zu Inhalten, die unser Verständnis von Solidarität beeinflussen, beleuchtet. Da eine fundierte Meinungsbildung wichtig für den demokratischen Dialog ist, möchten wir hier eine Plattform schaffen, die es ermöglicht eine erweiterte Perspektive zu den Herausforderungen und Einflüssen der Relevanz von Solidarität im digitalen Zeitalter zu gewinnen. Gerne könnt Ihr uns auch Artikel, Studien und Essays zukommen lassen, die Eurer Meinung nach wichtig für diesen Diskurs sind. Wir bemühen uns die Online-Bibliothek stetig zu ergänzen. Viel Spaß!
 

  1. Werte, Solidarisierung und Protest im digitalen Zeitalter
    Wird Solidarität durch Individualisierung ausgehebelt?
    Wie kann man die Werte-Magnete (Gewissen,  Ehrlichkeit, Transparenz) stärken?
    Wie steht es um Protest und Solidarisierung im digitalen Zeitalter?
     
  2. Digitale Parteiarbeit und partizipative Ergänzungen demokratischer Systeme
    Wie können Parteien wieder zukunftsfähig werden?
    Wie kann man Sichtbarkeit in sozialen Medien erhöhen?
     
  3. Muss man Globalisierung sozial gestalten?
    Ist ein kompletter Paradigmenwechsel nötig? 
    Wie könnte ein Paradigmenwechsel gestaltet werden?
     
  4. Zukunft der Arbeit: Wie sieht eine nachhaltige Plattformökonomie aus?
    Wie wichtig sind digitale Plattformen heute?
    Sollte man digitale Plattformen regulieren? Wie könnte man eine Regulierung realisieren?
     
  5. Innovative Bildungsansätze
    Braucht es Reformansätze des Bildungssystems in Zeiten des digitalen Wandels?
  • Detlef Wetzel erklärt, warum der Begriff Solidarität an Wert verloren hat. Durch die Ausdifferenzierung unserer Gesellschaft wird es immer schwieriger Solidarität zu organisieren: werteundpolitik.de/pdf/Beitrag_Solidaritaet_Wetzel.pdf
     
  • Iring Fetscher veranschaulicht in diesem Essay den Effekt der Individualisierung und die Entwicklung der Konsumgesellschaft in Bezug auf solidarisches Werte- und Arbeitsverhalten und Gewerkschaften. „Einzelne konkurrieren nicht nur (unsolidarisch) am Arbeitsplatz, sie konkurrieren auch um Konsumchancen. Während sie aber noch verstehen, dass es für Tarifverhandlungen nützlich sein kann, sich von der Solidargemeinschaft der Gewerkschaft unterstützen zu lassen, findet eine entsprechende Reflexion für den individuellen Konsum kaum noch statt.“: library.fes.de/gmh/main/pdf-files/gmh/2002/2002-04-a-196.pdf
     
  • Zerstört Identitätspolitik gesellschaftlichen Zusammenhalt? Dieser Frage widmet sich Mark Lilla im Interview mit der Zeit (Registrierung erforderlich) www.zeit.de/2018/03/mark-lilla-identitaetspolitik-interview
     
  • Die Publikation „Aus Politik und Zeitgeschichte“ der Bundeszentrale für politische Bildung beschäftigt sich in dieser Ausgabe mit den politischen Grundwerten. Martin Hartmann beleuchtet in seinem Beitrag den Stand von Solidarität als Ideologie in Zeiten von immer wachsender Ungleichheit. Hartmann hinterfragt inwiefern Solidarität und Gerechtigkeit interagieren und zusammengehören. Solidarität sieht er als „das  Andere“ der Gerechtigkeit, „aber nicht so sehr in dem Sinne, in dem sie immer schon als Teil der Gerechtigkeit begriffen wird, als in dem Sinne, in dem sie eine praktische Voraussetzung dafür ist, dass Gerechtigkeit überhaupt ist.“: www.bpb.de/apuz/166659/solidaritaet-als-ideologie
     
  • Ein weiterer Beitrag aus der Publikation „Aus Politik und Zeitgeschichte“ thematisiert Solidarität aus freiheitlicher Perspektive. Sascha Tamm fragt, wie die Solidarität aussehen muss, die eine Gesellschaft stabilisiert und zusammenhält? Er argumentiert, dass „nur eine auf freiwilligem Handeln aufgebaute Solidarität mit dem Grundwert der individuellen Freiheit vollständig vereinbar ist. Alle Formen der durch Staaten erzwungenen Solidarität stehen mit der Freiheit der einzelnen Menschen in einem kaum auflösbaren Konflikt.“: www.bpb.de/apuz/166661/solidaritaet-aus-freiheitlicher-perspektive
     
  • „Auf  den  Begriff  Solidarität, so inhaltsleer, wie er derzeit  ist, gehört der grüne  Punkt. Er kennzeichnet bekanntlich Verpackungsmüll – weg damit in die gelbe Tonne. Vielleicht kann man ihn ja recyclen – ich war eine Blechdose der alten  Arbeiterbewegung –, oder auch verschiffen in die Dritte Welt. Aber auch die braucht keine entleerten Begriffe, sondern konkrete Sachen mit Inhalt.“ Beherbergt  der Begriff der Solidarität noch Inhalt? Dieser Frage geht Matthias Platzeck auf den Grund: http://www.werteundpolitik.de/pdf/Platzeck_Solidaritaet.pdf
     
  • Die Arbeitsgruppe Ethik der Initiative D21 widmet sich der Frage nach digitaler Ethik. Durch die Digitalisierung rücken neue ethische Fragen in den Fokus, die beantwortet und diskutiert werden. Themen wie Datifizierung, Automatisierung und Virtualisierung müssen beleuchtet und mit ethischen Werten verknüpft werden: initiatived21.de/app/uploads/2017/08/01_denkimpulse_ag-ethik_grundlagen-der-digitalen-ethik.pdf  und   initiatived21.de/app/uploads/2017/08/01-2_denkimpulse_ag-ethik_digitale-ethik-ein-denkmuster_final.pdf
     
  • Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat unter dem Thema „Arbeiten 4.0“ Studien und Wissenswertes zur Zukunft der Arbeit veröffentlicht und  identifiziert sieben verschiedene Wertewelten, die darlegen, wie Menschen ihre Arbeitssituation wahrnehmen und in welcher Arbeitswelt sie morgen leben möchten Man kann auch einen Test machen, der seinen persönlichen Arbeitstyp identifiziert: www.arbeitenviernull.de/mitmachen/wertewelten.html 
     
  • In diesem sehr interessanten Artikel plädiert Volker Kitz für „wahre Toleranz“. Er argumentiert, dass „Toleranz auch nichts damit zu tun hat, einem fremden Standpunkt zuzustimmen. Sondern damit, die Existenzberechtigung des anderen anzuerkennen, auch wenn mich dieses andere stört“: www.zeit.de/2018/11/demokratie-toleranz-gesellschaft-wahrheit-meinung-vielfalt
     
  • Unschuldig, wütend –und mächtig: so heißt dieser interessante (allerdings anmeldepflichtige) Artikel, der in der Zeit erschienen ist. Immer häufiger mobilisieren Kinder und Jugendliche den politischen Protest. Sie nutzen soziale Medien. Und man kauft ihnen ihre Utopien noch ab: www.zeit.de/2018/11/politischer-protest-teenager-mobilisierung-massen-jugendliche/seite-3
     
  • Die Stiftung für Wissenschaft und Politik des Deutschen Instituts für Internationale Politik und Sicherheit gewährt einen Ausblick der Ausgestaltung des urbanen Protests im digitalen Zeitalter: https://projekt.swp-berlin.org/urbaneraeume/kapitel/ausblick/
     
  • Wer sich von dem 295-seitigen Dokument nicht sofort abschrecken lässt, findet in dem Forschungsbericht „Solidarität im Wandel?“ des Berliner Instituts für empirische Integrations - und Migrationsforschung interessante Forschungsansätze, Analysen aber auch konkrete Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der Willkommenskultur und Solidarität in unserer Gesellschaft Der Bericht ist besonders für ehrenamtlich Aktive in diesem Bereich empfehlenswert: www.integrationsbeauftragte.de/Webs/IB/DE/Service/Downloads/forschung-bim-solidaritaet.pdf
  • Der Ökonom und Wirtschaftsprofessor an der Universität in Harvard Dani Rodrik bezieht in diesem Essay Stellung zu den komplexen Strukturen sowie Vor- und Nachteilen der Globalisierung. In dem Essay plädiert er für eine Reform der Globalisierung, sodass Globalisierung wieder für das Allgemeinwohl beansprucht wird: makronom.de/dani-rodrik-die-grosse-globalisierungsluege-24731
     
  • Der erfolgreiche Ökonom Branko Milanović weist auf die ungleiche Entwicklung der Verteilung des Wohlstands in einem Interview mit der Zeit hin. In dem Interview wird deutlich, warum Globalisierung sozialer gestaltet werden muss, denn „in den meisten Industrienationen sind die Einkommen der unteren Hälfte der Bevölkerung in den vergangenen Jahren kaum gestiegen, jedenfalls deutlich weniger als die Einkommen der oberen zehn Prozent. Das gilt auch für Deutschland.“ Diese Entwicklung stellt Milanović in direkte Verbindung mit der Globalisierung: www.zeit.de/wirtschaft/2018-03/branko-milanovic-globalisierung-einkommensverteilung-interview
     
  • Dem Thema internationale Solidarität im globalen Zeitalter widmet sich auch eine Ausgabe der Publikation „Aus Politik und Zeitgeschichte“ der Bundeszentrale für politische Bildung, die mit spannenden Beiträgen auf die Schwierigkeiten und doch Notwendigkeit der Internationalen Solidarität aufmerksam macht. So wird in einem Beitrag die soziale Dimension der Globalisierung gefordert, um der wachsenden Ungleichheit entgegen treten zu können. Sehr empfehlenswert und aufrufbar unter: www.bpb.de/apuz/31214/editorial
     
  • Auch das Progressive Zentrum widmet sich der Herausforderung der wachsenden Ungleichheit. In dem Artikel erhält der Leser einen guten Überblick über die quantitativen Fakten von Chancen und Ungleichheit in Deutschland. Des Weiteren werden die materielle Verteilung sowie die Verteilung der Zukunftschancen thematisiert und auf zukunftsfähige Innovationssysteme gepocht:  http://www.progressives-zentrum.org/verteilung-der-zukunft/
     
  • Unter dem nachfolgenden Link findet man eine interessante Publikation (pdf-Dokument zum kostenlosen Download) des DGB Bildungswerks, welche unter dem Titel „Globalisierung sozial gestalten- Internationale Arbeits- und Sozialstandards im Vergleich“ erschienen ist. www.dgb.de/themen/++co++article-mediapool-f1ff7513b339ffeb3d216081954c19e6
     
  • Wie könnte man also Globalisierung sozial gestalten?
    Das Netzwerk Steuergerechtigkeit zu dem unter anderem Transparency International und ver.di gehören, argumentiert, dass Gerechtigkeit durch eine faire Steuerpolitik vorangebracht werden könnte. Mehr Informationen unter: https://www.globalpolicy.org/images/pdfs/GPFEurope/infosteuergerechtigkeit007.pdf oder https://netzwerk-steuergerechtigkeit.de/

Die Digitalisierung bietet immer mehr Raum für neue Innovationen und Strukturen. Eine der wohl wichtigeren Entwicklungen ist die der Plattformökonomie. Apple, Amazon, Alphabet Facebook und Microsoft gehören zu den wichtigsten Unternehmen dieser Welt und sind digitale Plattformen.
 

  • Eine weitere Ausgabe der Publikation „Aus Politik und Zeitgeschichte“ thematisiert den Wandel der Arbeitswelt durch Prozesse der Digitalisierung. Schlagwörter wie Industrie 4.0 und Arbeit 4.0 werden auch in den Medien immer häufiger thematisiert. Diese Ausgabe widmet sich den Fragen der Arbeitswelt von heute und morgen: http://www.bpb.de/apuz/225683/arbeit-und-digitalisierung
     
  • Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat ein Weißbuch zu digitalen Plattformen veröffentlicht, in dem der Fortschritt der Digitalisierung in Deutschland kurz erläutert wird und digitale Plattformen als Hauptwachstumsträgern präsentiert werden. In dem Weißbuch wird eine neue Ordnungspolitik für das Internetzeitalter skizziert: http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/W/weissbuch-digitale-plattformen-kurzfassung.pdf?__blob=publicationFile&v=8
     
  • Präsentiert von dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales widmet sich die Podiumsdiskussion der re:publica 2016 der Frage, ob eine faire Plattformökonomie möglich ist. „Wir kaufen ökologisch nachhaltig angebautes Obst und trinken fair gehandelten Kaffee. Wie sieht es aber mit den Arbeitsbedingungen vor Ort in unserem Alltag aus? Immer mehr Menschen nutzen digitale Produkte und Dienstleistungen „auf Abruf“. Insbesondere dort, wo es sich um zweiseitige Märkte handelt, es also kein direktes Vertrags- oder Arbeitsverhältnis zwischen Leistungserbringer und Nachfrager gibt, haben VerbraucherInnen wenig Einblick, welche Arbeitsbedingungen mit einer per Mausklick ausgeführten Buchung verbunden sind.“ Eine interessante Diskussion!: https://www.youtube.com/watch?v=JxWcFAwj0dY
     
  • Anknüpfend an die Veröffentlichung des „Weißbuch digitale Plattformen“, argumentiert Prof. Dr. Stefan Baldi für eine Regulierung der Plattformökonomie: https://www.munich-business-school.de/insights/2017/regulierung-plattform-oekonomie/
     
  • Die Frankfurter Erklärung zu plattformbasierter Arbeit hat Vorschläge erarbeitet, die unter Themen wie die Wahrung nationalen Rechts und internationaler Prinzipien, Klärung des Beschäftigungsverhältnisses, Koalitionsrecht, Entgelt, soziale Sicherung und Transparenz stehen. Die Erklärung bietet interessante Impulse und ist aufrufbar unter: https://www.igmetall.de/docs_20161214_Frankfurt_Paper_on_Platform_Based_Work_DE_1c33819e1e90d2d09e531a61a572a0a423a93455.pdf